Ein Velo entsteht - Teil 6 - Der Hinterbau des Rahmens wird erstellt
Nachdem das Hauptrahmendreieck gefertigt ist, geht es mit dem Hinterbau weiter
Die Kettenstreben und die Sattelstreben werden zusammen mit den Ausfallenden ( für das Hinterrad ) an den Hauptrahmen gelötet. Dazu werden die Streben auf die benötigte Länge gesägt und passend an den Hauptrahmen zugefräst und auch genauestens an das Ausfallende eingepasst. Dies wird alles auf der Rahmenlötvorrichtung eingespannt - damit die Winkel und Distanzen eingestellt werden können. Die Form der Streben muss so gewählt werden, dass auch die vorgesehene Pneu-Breite genügend Platz hat.
Für die Ausfallenden gibt es viele Varianten, je nach Velotyp und Ausstattung - ob mit Kettenschaltung - Rohloff-Nabenschaltung - Singlespeed - usw, und je nach Winkel, wie die Kettenstreben und Sattelstreben zueinander stehen und je nach Geschmack und Designvorlieben gibt es auch gefräste Teile in unterschiedlichsten Formen.
Nach dem Löten des Hinterbaus wird der Rahmen ein erstes mal auf der Richtplatte gerichtet, und die Winkel und Masse nach der Zeichnung kontrolliert.
Für die Rahmenstabilität und als Befestigungspunkt für Schutzbleche werden in den Hinterbau noch Querverbindungen in die Sattelstreben und in die Kettenstreben eingelötet.
Diese Stege werden aus Rohren in Rahmenrohrqualität auf den richtigen Abstand zur Achse eingepasst. Vor dem Einlöten muss beidseitig in den Streben ein Lüftungsloch gebohrt werden. In die Mitte des Steges wird eine Gewindeöse platziert und gleichzeitig mit dem Einlöten des Steges auch eingelötet.
Nun braucht es noch eine Sattelklemmung - hierzu wird eine kleine Muffe am Ende des Sattelrohres eingepasst und aufgelötet. Anschliessend wird unterhalb der Muffe ein Ring aufgelötet
Nun muss das Sattelrohr noch geschlitzt werden, um dann die Sattelstütze spannen zu können - dazu wird ein Schlitz gefräst, inkl. durch die Muffe, bis in die Mitte des aufgelöteten Ringes.