BESUCH BEI ITALIENS FAHRRADINDUSTRIE

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Vom 10. bis 13. Februar tourten wir durchs winterliche Norditalien und besuchten sowohl Rahmenbauer, wie auch die zwei Stahlrohr-Hersteller Columbus und Dedacciai. Jeweils mit einem kurzen Abstecher zu deren Komponenten-Vertreiber Cinelli und Deda Elementi.

Bei Rewell-Titanium machten wir den Anfang. Seine Werkstatt liegt abseits des Verkehrs hoch in einem Skigebiet auf einem alleine stehenden Bauernhof, wo der Rahmenbauer gleich auch noch Esel und andere Tiere hält. In der Werkstatt, welche aus einem Raum besteht herrscht hektische Betriebsamkeit. Martin und sein Gehilfe produzieren im Jahr gegen die 300 Titanrahmen nach Mass. Sie schleifen sogar einen Teil der Rohre aussen auf einen kleineren Durchmesser (sogenannte Aussenkonifizierung) und biegen die Ketten- und Sattelstreben auf einer selbstgebauten Presse hydraulisch.

Nach 30 Jahren Rahmenbau gibt es einiges zu erzählen. Martin baut wie ich schon seit 30 Jahren Rahmen nach Mass. Wir verbrachten zwei spannende Stunden in seiner Werkstatt. Viele seiner Maschinen sind selbstgebaut oder optimiert. Es ist erstaunlich, wie er arbeitet (Die Heizung war an diesem Tag nicht aktiviert, die Aussentemperatur war ja nur etwa 0°). Viele seiner Lösungen sind über lange Zeit entstanden und weisen einen gewissen Kreativitätsfaktor auf.

Danach führte unsere Reise nach San Vito zu San Patrignano. Dort haben junge Menschen mit einem schwierigen Hintergrund die Möglichkeit, den Wiedereinstieg in das Leben zu finden. Unter Anleitung lernen sie vieles über den Rahmenbau, das Beschichten oder haben auch die Möglichkeit, in der Schreinerei zu arbeiten. Im Moment sind etwa 12 Jugendliche im Velobereich tätig und bauen Rahmen aus Alu, Carbon und selten aus Stahl.

Gianni Pegoretti (3. v.l. ein bruder von Dario Pegoretti) führte uns durch seine Fabrikation von Carbonrahmen. In das Eingliederungsprojekt integrierte junge Männer bauen unter seiner Führung die Carbonrenner und Mountainbikes. Ebenfalls werden defekte Carbonvelos anderer Marken repariert. In ihrer eigenen Beschichterei lackieren sie auch auf Auftrag für Fremde.

Es dauert eine ganze Weile bis es dann...

...so aussieht.

Na, wenn das mal keine Handarbeit ist. Ab und zu werden bei San Patrignano noch Alubikes geschweisst.

Am nächsten Morgen wurden wir von Dedacciai und Deda Elementi empfangen.

Die weiss eingeseiften Rohlinge werden gewogen, paarweise auf den Dorn gesteckt und dann per Hydraulikpresse durch die Matritze gedrückt. Fertig konifiziert kommen sie dann auf der anderen Seite heraus.

Ein bisschen was haben sie sogar an Lager, doch auch hier übernimmt Carbon aus Fernost die Überhand. Unser Rohrlager ist tatsächlich nicht viel kleiner.

 So sehen die Rahmen aus, wenn sie aus "Fern-Italien" kommen

Am Nachmittag ging's weiter zu Columbus und Cinelli.

Hier erhielten wir spannende Einblicke in die Qualitätssicherung der Stahlrohre von Columbus, die wir zum Teil für unsere Rahmen verwenden. Columbus prüft aus jeder Charge ein Rohr auf seine Zugfestigkeit, Sprödigkeit und Härte. Erreicht das Rohr die Vorgaben nicht, wird die ganze Charge nochmals thermisch nachbehandelt. Die Qualität der Arbeit und die Arbeitseinstellung der Mitarbeiter hat mich äusserst positiv überrascht. Der Vorarbeiter identifiziert sich sehr mit dem Betrieb und kennt alle Prozesse auswendig.

Die Zerreissprobe auf der Maschine. Bei über 6,5 Tonnen Zuglast riss das Rohr!

Abschliessend besuchten wir die Firma SILVA. Einst grosser Fabrikant von Anlötteilen für Stahlrahmen aller Art, sind sie heute führend bei den Lenkerbändern. Wir bekamen einige vielversprechende Muster zu sehen, die kurz vor der Markteinführung stehen. Leider alles noch ein bisschen geheim und darum war fotografieren verboten.

Die Reise hat uns vieles aus Norditalien näher gebracht und einiges erklärt. Das Herzblut ist noch an manchen Orten deutlich spürbar, die Frustration sitzt aber tief, dass der Weltmarkt und auch Italien sich sehr vom Stahlrahmenbau verabschiedet haben und das bauen von Rennvelos in Italien nur noch einen kleinen Stellenwert besitzt. Manch einer hat sich an die goldigen Zeiten erinnert und überall hängen Bilder von den guten Tagen in den 70iger 80ziger Jahren. Es fehlt den meisten an der Weitsicht, dass sie das Heft wieder selber in die Hand nehmen müssten und ihre Ideen und Ideale deutlicher oder sogar mit Vehemenz und Freude vertreten müssten.

Unsere nächste Reise wird uns  nach England führen, wo die Rahmenbauerszene stark lebt.

Randonneur Teil 3

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Es geht vorwärts.

Eine passende Sattelstütze aus Stahl ist gefunden und montiert wie auch die Bremsen von Mafac überarbeitet und optimal montiert.

 

Ledersattel, Schutzbleche, Mafac Bremsen und eine Pumpe für alle Fälle.

 

Die Huret Schaltung aus der Zeit und der von Stefan handgemachte Gepäckträger passen sich nahtlos ins Gesamtbild ein.

Es fehlt wirklich fast nur noch der Chrom und die Farbe...

Randonneur Teil 2

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Der Randonneur macht Fortschritte.

Ausfall Enden mit Ösen damit Schutzblech und Gepäckträger gut montiert werden können.

   

 Den Gabelkopf haben wir passend zu den handgefeilten Muffen ausgewähl. Die 531 Reynolds-Gabelscheiden passen perfekt in ihre Aufnahme.

 

Eine passende Gabel darf natürlich nicht fehlen, damit man...

...alles mal zusammenstellen kann. Für das biegen der Gabelscheiden haben wir extra eine neue Biegeform gebaut. So sind wir in der Lage, genau den vom Kunden gewünschten engen Radius ganz unten am Ende der Gabelscheiden zu biegen. Das ergibt bei einer Vorbiegung von mehr als 70mm eine Gabel, welche sehr gut auf Fahrbahnunebenheiten reagiert und passt bestens zum gesamten Erscheinungsbild.

  

Den Front-Träger haben wir der Neigung des Steuerrohr's angepasst und befestigen ihn unten auf den Canti-Sockeln. Das Vorderrad-Schutzblech können wir dann noch zusätzlich an der Oese am Träger befestigen.

 

Für den Dynamo aus der zeit haben wir ein Anlötteil (auch aus der Zeit) an die Sattelstrebe gelötet

Bald sind wir für die erste Probefahrt bereit!!!

Randonneur Teil 1

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Seit einiger Zeit ist in unserer Werkstatt ein Randonneur am entstehen. Im Auftrag eines Kunden bauen wir ein Fahrrad im Stile der französischen Rahmenbauer aus der Mitte des letzten Jahrhundert's. Das Ziel ist, ein fahrbares, in der Optik den Velo's von Alex Singer und Renè Herse nachempfundenes Traumstück zu bauen. Der Besitzer beabsichtigt, das Velo dann im Alltag oder auch auf Touren zu gebrauchen. Die Komponenten hat er die meisten über das Internet als New Old Stock oder in kaum gebrauchten Zustand zusammengesucht und mit Teilen aus meinem Lager ergänzt (Ja, ich habe doch tatsächlich noch ungebrauchte 650B Felgen  und TA Ritzel aus den 80'iger Jahren an Lager).

Als Rohsatz wurde ein 531 von Reynolds gewählt. Auch von diesem habe ich noch ca 60 Sätze Originalverpackt aus den 70'iger Jahren an Lager, gekauft vonFredy Rüegg.

Dieser Muffensatz wurde ausgewählt, aber viele Details geändert. Die Stege (Finnen) wurden entfernt, die Sitzstrebenaufnahmen an der Oberrohrmuffe wurden verschlossen und weggetrennt...

...sodass die Streben nun die Muffe umfassen können.Den Bremsgegenhalter haben wir passend zu den restlichen Elementen spezielll für diesen Rahmen entworfen und gebaut.

 So sieht das Ganze weniger verspielt, dafür dezenter und edler aus.

Der hintere Schaltzug wurde vom Unterrohr bis zur Kettenstrebe innenverlegt, und die Optik des Austritts den Muffen angeglichen. Umwerfer wie auch Wechsler werden von einem Schalthebel am Unterrohr rechts angesteuert wobei die 2 Kabel gleich nach dem Schalter in zwei in das Unterrohr verlegte Messing-Tunnels verschwinden. Den Ausgang der Hülle für den Wechsler hat Stefan im Stil der Muffen von Hand gefeilt.

Weiteres über den Randonneur gibt es später hier!

Handmade

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Ein Alltags Renner mit traditionell geradem Oberrohr, in gemuffter Bauweise und ausgesuchten Komponenten ist im Zeitalter der Carbonräder immernoch ein Hingucker.

Die Muffen sind aus rostfreiem Stahl und wurden von Hand geschliffen und poliert.

Die handgelötete Gabel fügt sich perfekt ins Erscheinungsbild.

Sattelrohr Muffe mit stumpf angelöteten Sattelstreben.

Dura Ace Schalt-Komponenten, Chris King Steuersatz und Naben, mit Mavic Open Pro Felgen eingespeicht.

Ein handgelöteter schmaler Gepäckträger für das nötigste, und Chromstahl Schutzbleche für die Alltagstauglichkeit.

Das Rad steht bei uns in der Ausstellung und kann jederzeit probegefahren werden.

Gerne bauen wir Dein individuelles Rad, viele Wünsche können realisiert werden, sodass es am Schluss Dein unverwechselbares Einzelstück ist.

3. Platz Beim Bike Lovers Contest

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Wir haben dieses Jahr am bike lovers contest teilgenommen und mit unserem Rad den dritten Platz belegt.

Ein Columbus Spirit Rohrsatz, stumpf gelötet und verputzt, haben wir mit einem Carbon Sattelrohr kombiniert. Das führt zu

einem für einen Stahlrahmen fantastisch tiefen Gewicht von 1550 Gramm. Bei der Steuergeometrie haben wir darauf

geachtet, ein agiles aber trotzdem angenehmes Lenkverhalten zu erreichen.

Aufgebaut ist das Rennrad mit einer Sram Red Gruppe, Sattelstütze, Vorbau und Lenker sind von Syntace.

Die Laufräder wurden mit Chris King Naben, DT Speichen und Mavic Open Pro Felgen von Hand eingespeicht.

Als Steuersatz kommt eine Titanversion, ebenfalls von Chris King zum Einsatz und das Ganze wiegt dann 7,9 kg.

Das Rad steht bei uns in der Hofwiesenstrasse in der Ausstellung und kostet auf Mass gebaut CHF 10'755.-

Die blauen Farbakzente der Sram Gruppe auf den Komponenten wurden von unserem Beschichter nachgemischt und als Rahmenfarbe verwendet.

 Auch die Ausfallenden wurden stumpf gelötet.

            

 Steuerrohr mit Verstärkungsringen beim Lagersitz.          Handgefertigte Rohrelemente nehmen das Carbon Sitzrohr auf.

Das War Jetzt Aber Eine Lange Pause

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Ja, der erste Rahmenbaukurs ist schon eine Weile her und wir haben einmal richtig Pause gemacht auf dem Blog. Weitere Kurse haben stattgefunden und es werden weitere folgen. Dazu wird es hier wieder einige Impressionen geben.
Die Pause bezieht sich natürlich ausschliesslich auf den Blog, ansonsten wurde richtig gearbeitet und das eine oder andere Schmuckstück hat unsere Werkstatt verlassen um die Strassen dieser Welt zu erkunden.
Ein Bahnrad zum Beispiel:







EHBE 2010 - European Handmade Bicycles Expo

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Auch dieses Jahr haben wir an der EHBE in Schwäbisch-Gmünd drei unserer aktuell hergestellten Velos präsentiert.
Aussergewöhnlich war sicher das Velo mit dem Rahmen aus Reynolds 953 ( Inox Stahl - alle Rahmenrohre, Muffen und Anlötteile ),
welches bei vielen Besuchern Begeisterung auslöste und von einigen als das Schönste der gesamten Ausstellung bezeichnet wurde.

Im Gegensatz zu letztem Jahr verlief die Anreise problemlos. Auch der Aufbau und die Betreuung des Standes während der drei Tage war bestens. Wir hatten aber auch dieses Jahr viel Zeit, uns Gesprächen mit anderen Rahmenbauern zu widmen und Wissen auszutauschen. Die Beteiligung aus der Schweiz war dieses Jahr deutlich höher, mehr Aussteller und mehr Besucher !

Als Rückblick bleibt mir eigentlich nur zu sagen, dass wir mit unserem beharrlich an der Grundqualität unserer Velos zu arbeiten und unserer Detailliebe nicht wirklich Konkurrenz haben. Bei manch ausgestelltem Velo hapert es noch deutlich an der Ausarbeitung, an der Löt-Qualität oder an der unschönen Schweissnaht. Oft sieht man auch konstruktiv gewagte Lösungen, schön, aber nicht funktional. Es hatte zum Beispiel mehrere Gepäckträger, welche Ihrem Sinn, dem Gepäcktragen nur äusserst begrenzt nachkommen können. Belädt man sie richtig, werden sie sich dem Gepäck ergeben und eine neue, "dynamischere" Bauform einnehmen.

Den meisten jüngeren Rahmenbauern fehlt es noch deutlich an Erfahrung. Nur die Zeit lehrt Fehler zu verhindern und Geometrien und Rohrdimensionen und Verbindungsarten richtig zu wählen. Positiv aufgefallen ist mir Julie Racing Design, er hat seine Verspieltheit nicht verloren, produziert aber unterdessen auch Fahrräder mit deutlich höherem Gebrauchswert.

Alles in allem aber eine gelungene Messe mit einigem Potenzial.
-> Videos von der Ausstelung auf der EHBE-Website

Erstmals öffentlich vorgestellt haben wir unser neues Projekt: Rahmenbau Kurse, damit sich jeder/jede selber einen individuellen Velorahmen bauen kann. weitere Infos, Daten, Kursangebote auf der Website : FAHRRADBAUKURSE.CH

EHBE - European Handmade Bicycles Expo

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In Schwäbisch Gmünd treffen sich auch diese Jahr zum 2.mal ab heute die Hersteller von Velorahmen und Zubehör aus Europa, um ihre Produkte und Spezialitäten vorzustellen. Die individuellen Fahrrad- und Fahrradrahmenbauer werden hier dem interessierten Publikum ihre Produkte und Arbeitsweisen vorstellen - dass dies alles mal konkret greifbar wird, vieles kennt man sonst ja nur aus den Internet-Seiten der diversen Betriebe.

Die Aussteller setzen sich aus Rahmenbauern diverser Richtungen zusammen, für Rennräder, Alltagsräder und Tourenräder und weitere Besonderheiten - kleine und grosse Anbieter - solche die erst wenige Jahre Velorahmen bauen, andere, die seit Jahrzehnten dabei sind.

An der Messe vom 21. bis 23 Mai 2010 können die Hersteller im Detail zeigen, welches ihre Spezialitäten sind, Ihre Arbeitsweisen und Philosophien vorstellen, und aufzeigen, in welchen Bereichen an neuen Lösungen gearbeitet wird.

Weitere Bilder folgen - aber kommt doch selber vorbei, morgen oder am Sonntag

weitere Infos zur Messe auf der E H B E Website

für Ihr neues Velo, gebaut für Ihre individuellen Bedürfnisse - vereinbaren Sie einen Termin für eine persönliche Besprechung.

Tel. 41 (0)44 362 92 90

EHBE - European Handmade Bicycles Expo

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In Schwäbisch Gmünd haben sich die Hersteller von Velorahmen und Zubehör aus Europa getroffen, um ihre Produkte und Spezialitäten vorzustellen. Die individuellen Fahrrad- und Fahrradrahmenbauer konnten sich hier kennenlernen und auch dem interessierten Publikum ihre Produkte und Arbeitsweisen vorstellen - dass dies alles mal konkret greifbar war, vieles kennt man sonst ja nur aus den Internet-Seiten der diversen Betriebe.

Unser Stand an der EHBE

Die Aussteller setzten sich aus Rahmenbauern diverser Richtungen zusammen, für Rennräder, Alltagsräder und Tourenräder und weitere Besonderheiten - kleine und grosse Anbieter - solche die erst wenige Jahre Velorahmen bauen, andere, die seit Jahrzehnten dabei sind.

unser Stand an der EHBE

An der Messe vom 8. bis 10 Mai 2009 konnten die Hersteller im Detail zeigen, welches ihre Spezialitäten sind, Ihre Arbeitsweisen und Philosophien vorstellen, und aufzeigen, in welchen Bereichen an neuen Lösungen gearbeitet wird.

Weitere Bilder im Album oder über diesen Link hier - Bilder der EHBE:

>> E H B E Website

für Ihr neues Velo, gebaut für Ihre individuellen Bedürfnisse - vereinbaren Sie einen Termin für eine persönliche Besprechung.

Tel. +41 (0)44 362 92 90

Rund Um's Velo - Ausstellung In Meilen

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Die Olympia-Bikes von Nino Schurter und Thomas Frischknecht sind zwei von zahlreichen Highlights in der Präsentation. Das Ortsmuseum Meilen lädt gemeinsam mit dem lokalen Veloclub zu einer Ausstellung «Rund ums Velo» ein.




Von 1890 bis 2008
Bereits wenige Monate nach dem medaillengekrönten Einsatz in Peking kommt das Bike von Nino Schurter zu musealen Ehren. Das Scott, auf dem der Schweizer Mountainbiker im diesjährigen olympischen Wettkampf den dritten Rang erzielte, ist seit diesem Wochenende Teil der Ausstellung am Zürichsee. Es ist das jüngste Bike in einer Ausstellung, die über hundert Jahre Velotechnik umfasst und mehrheitlich aus der Sammlung Remo Peter stammt. Schurters Bike ist aber nicht das einzige mit olympischer Vergangenheit in der Ausstellung: Gesellschaft erhält es vom Ritchey, mit dem Thomas Frischknecht vor acht Jahren den Wettkampf in Sidney bestritt.


Radsport, Weltreisen & Rahmenbau
«Rund ums Velo» zeigt getreu dem Namen auch andere Aspekte der Velokultur. Der örtliche Veloclub öffnet seine Archive und blickt zurück auf sportliche Erfolge von Vereinsmitgliedern und Rennen, die vor Ort veranstaltet wurden, wie zum Beispiel das traditionelle internationale Radquer und die Cross Country-Schweizermeisterschaft vor zehn Jahren. Ein Raum der Ausstellung befasst sich mit der Dopingfrage und eine Diashow vermittelt Reiseeindrücke, wie sie nur im Velosattel erlebt werden können.
Abgerundet wird die Ausstellung mit einem Blick hinter die Werkstatttüre des Zürcher Rahmenbauers Stolz, der bis heute in liebevoller Handarbeit Stahlrahmen lötet. Die Ausstellung im Ortsmuseum Meilen dauert noch bis am 21. Dezember 2008 und ist jeweils übers Wochenende geöffnet. Ein Situationsplan und die genauen Öffnungszeiten der Ausstellung finden sich auf der Homepage des Museums.

Öffnungszeiten der Ausstellung:



Premiere Reisefilm Zentralasien : Usbekistan, Tadjikistan Und Kirgistan

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Am kommenden Sonntag, 9. November um 11 Uhr lädt Martin Brunner zum Bericht über seine Veloreise auf einem 'Yak' von Fahrradbau Stolz durch Zentralasien ein. Seine Tour führte ihn durch so wohlklingende Orte und Regionen wie Taschkent, Samarkand, Osch und den Pamir-Highway. Anders als viele andere Weltenbummler hat Martin aber keine Diashow vorbereitet, sondern unterwegs in Usbekistan Tadjikistan und Kirgistan einen Film gedreht.

Martin Brunner, unterwegs in den kirgisischen Bergen
Die bildstarke Reisedokumentation mit dem Titel "Wenn Kubaki kommt" feiert am kommenden Wochenende im Filmpodium an der Nüschelerstrasse 11 in Zürich seine Premiere. Ein Vorgeschmack darauf bietet der Trailer, den ihr bei Youtube findet:

Martin Brunner auf seiner Reise durch Zentralasien, hier in Samarkand, in Usbekistan Martin Brunner, unterwegs in den kirgisischen Bergen
Weitere Fotos, Bericht, Routenkarte usw. auf seiner Reiseberichts-Website:

Andy's Pocketbike

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Wieso ein Twentyniner, wenn's auch ein Nineteener tut ! Nach diversen erfogreichen 24" Bike-Projekten war die Zeit für unseren Löter Andy reif, etwas komplett neues anzugehen. Schon länger hatte sich in seinen zuweilen abgefreakten "Hirnwindungen" eine Idee von einem Pocket-Bike festgesetzt. Ein Bike mit superkompakten Abmessungen, Ideal für Transport und Reise. Und mit so wenig Einschränkungen wie möglich im Fahrverhalten. Zu erst machte er sich Gedanken über die ideale Radgrösse, zu gross war nicht klug in Bezug auf das Packmass und zu klein würde sich im Gelände negativ auswirken, da ein kleineres Rad in jedes Loch fällt.


Also entschied er sich für 19" (ETRTO 387mm) Trialräder und Reifen. Diese haben den Vorteil, sehr grossvolumig (19"x2,6") erhältlich zu sein, was ihm erlaubt, mit knapp einem Bar Luftdruck zu fahren ohne einen Durchschlag zu riskieren. So ist der Rollwiderstand etwas höher, dafür wird man mit hohem Komfort und einer gewaltigen Traktion entschädigt.Dank den kleinen Rädern war es Andy möglich, den Hinterbau um 50 mm kürzer zu bauen als bei einem üblichen Bike was sich zusätzlich positiv auf Packmass, Traktion und Wendigkeit auswirkte.


Vorne wählte er eine Federgabel mit 140mm Federweg um den Komfort nochmals zu optimieren und um eine angenehmere Sitzposition zu erhalten. Dank des kleinen Vorderrades ist die Distanz zwischen Boden und dem Steuerrohr kleiner, so kann der Lenker bei einem kurzen Steuerohr tiefer montiert werden oder eine Federgabel mit sehr viel Federweg ohne Beeinträchtigung der Lenkerhöhe eingebaut werden.Das Pocket-Bike ist von den Abmessungen her gut 200-250mm kürzer als ein übliches Bike, was sich bei eingeschränkten Platzverhältnissen sehr positiv bemerkbar macht. Weitere Stärken liegen in der extremen Stabilität der Räder, welche nahezu nicht kaputt zu kriegen sind. Auch ein Vorteil der kleinen Räder sind die Uebersetzungsbedingten leichten Gänge bergauf und die brachiale Bremswirkung infolge des besseren Hebelverhältnisses Raddurchmesser zu Scheibenbremsdurchmesser.


Der Rahmen ist ebenfalls auf Stabilität getrimmt. Unkonifizierte Rohre von Reynolds mit einer durchgehenden Wandstärke von 1mm sorgen zusammen mit den grossen Durchmessern für höchste Steifigkeit des Rahmens. Zusätzlich hat Andy an den stark beanspruchten Stellen Gusset's (Verstärkungsbleche) angelötet. Die schlagfeste Pulverbeschichtung rundet das Gesamtbild bestens ab. Mehr Bilder von seiner Biketour durch die Alpen sieht man in Album.

Stolz Velos Von 1986

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Diese Velos habe ich 1986 im Auftrag eines Ehepaars von Hand nach Mass gebaut. Die Rahmen und Gabeln sind aus Reynolds 531 ST nach den Wünschen der Kunden gelötet, die Ausfallenden verchromt und der Rest in einer Nasslackierung beschichtet. Es ist super, ich welchem Zustand sich diese zwei Touren-Räder befinden. Nahezu nichts wurde oder musste ersetzt werden.


Die meisten Komponenten an diesen zwei Velos waren und sind etwas vom feinsten das es je gab. Klar gibt es heute bessere Bremssysteme, zu ihrer Zeit war diese Weinmann-Mittelzug-Bremse aber unschlagbar einfach, leicht und für den Kunden ohne Schwierigkeiten reparierbar.Ihre Bremsleistung lag deutlich über der dannzumal klassischen seitenzug-Bremse. Am blauen Rad wurde im laufe der zeit irgendwann mal der Bremsgriff durch ein neueres Modell ersetzt.


Die Naben, das Tretlager, die Kurbelgarnitur und der Steuersatz sind von EDCO, der dannzumal besten Komponeneten-Schmiede Europas. EDCO war in Couvet im Jura zu Hause und poduzierte seit über 100 Jahren Velo-Komponenten. Die Leichtlauf-Eigenschaften der Competition-Naben wurde nur noch von Mavic mit ihrer 550 er Nabe erreicht.


Es ist phänomenal, in welchem Zustand sich diese zwei Räder befinden und ich hoffe, das noch einige der von mir dannzumal gemachten Velos in diesem Zustand auf ihrer Reise durch den Alltag sind. Es ist befriedigend, nach dieser langen Zeit immer noch Velos zu bauen und zu sehen, wie unsere Produkte ihre Besitzer für lange Zeit durch das Leben begleiten.

GepäCkträGer Nach Mass

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Neue Gepäckträger für Harry's Bike.

Harry hat sich schon lange Gepäckträger gewünscht, welche zu seinem von uns für ihn nach Mass gebautem Bike wirklich passen. Er hatte klare Wünsche und Vortsellungen , wie diese aussehen sollten. Zusammen haben wir dann diese Ideen auf Papier umgesetzt und anschliessend optimiert. Als Material kam für uns beide nur rostfreier Stahl in Frage, das Design sollte sich an den Gepäckträgern der Randonneur-Velos aus dem Frankreich der 40er bis 50er Jahre des letzten Jahrhunderts orientieren.
Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Die ersten Rohre sind gebogen und teilweise schon zugeschnitten, aber noch nicht fertig gebogen. Anhand der Detailpläne lässt sich alles bestens kontrollieren. Mit den extra für uns produzierten 1.4301 Rohren in den von uns gewünschten Wandstärken lassen sich sehr schöne und langlebige Träger herstellen.
Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Der Obere Bogen des Vorderrad-Trägers wird nochmals gemacht, da uns die Form des ersten nicht gefiel. Mit dem Gressel-Rohrbieger kann man einfach, präzise und schnell arbeiten.
Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Der vordere Träger wird probehalber auf die Gabel montiert, damit wir kontrollieren können, ob er uns nun besser gefällt. So ist auch die Kontrolle gegeben, dass keine Fehler in der Konstruktion nachher den Gebrauch einschränken. Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Beim löten von 1.4301 rostfreien Rohren arbeiten wir nur mit Silberlot, welches Dank seiner tiefen Verarbeitungstemparatur und seinen hervorragenden Qualitäten in der Verbindung von rostfreien Rohren ein Optimum bietet.
Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Der polierte hintere Träger ist auf das Bike von Harry montiert und von ihm begutachtet und für gut befunden.
Gepäckträger in unserer Werkstatt hergestellt - aus 100% rostfreien Teilen - Tourenträger, Low- und Highrider, auch nach Mass - alles Inox
Beide Träger sind montiert und passen mit ihrer gebogenen Form bestens zum bulligen Schwalbe-Reifen und zu den Schutzblechen. Träger mit einer geraden Auflagefläche über dem Rad hätten die geschwungene Linie des bis anhin äusserst schönen Bikes gebrochen.

>> Bilder und Infos unserer Gepäckträger, die wir Seriemässig aus 100% rostfreiem Stahl in unserer Werkstatt herstellen