Wieso ein Twentyniner, wenn's auch ein Nineteener tut ! Nach diversen erfogreichen 24" Bike-Projekten war die Zeit für unseren Löter Andy reif, etwas komplett neues anzugehen. Schon länger hatte sich in seinen zuweilen abgefreakten "Hirnwindungen" eine Idee von einem Pocket-Bike festgesetzt. Ein Bike mit superkompakten Abmessungen, Ideal für Transport und Reise. Und mit so wenig Einschränkungen wie möglich im Fahrverhalten. Zu erst machte er sich Gedanken über die ideale Radgrösse, zu gross war nicht klug in Bezug auf das Packmass und zu klein würde sich im Gelände negativ auswirken, da ein kleineres Rad in jedes Loch fällt.


Also entschied er sich für 19" (ETRTO 387mm) Trialräder und Reifen. Diese haben den Vorteil, sehr grossvolumig (19"x2,6") erhältlich zu sein, was ihm erlaubt, mit knapp einem Bar Luftdruck zu fahren ohne einen Durchschlag zu riskieren. So ist der Rollwiderstand etwas höher, dafür wird man mit hohem Komfort und einer gewaltigen Traktion entschädigt.Dank den kleinen Rädern war es Andy möglich, den Hinterbau um 50 mm kürzer zu bauen als bei einem üblichen Bike was sich zusätzlich positiv auf Packmass, Traktion und Wendigkeit auswirkte.


Vorne wählte er eine Federgabel mit 140mm Federweg um den Komfort nochmals zu optimieren und um eine angenehmere Sitzposition zu erhalten. Dank des kleinen Vorderrades ist die Distanz zwischen Boden und dem Steuerrohr kleiner, so kann der Lenker bei einem kurzen Steuerohr tiefer montiert werden oder eine Federgabel mit sehr viel Federweg ohne Beeinträchtigung der Lenkerhöhe eingebaut werden.Das Pocket-Bike ist von den Abmessungen her gut 200-250mm kürzer als ein übliches Bike, was sich bei eingeschränkten Platzverhältnissen sehr positiv bemerkbar macht. Weitere Stärken liegen in der extremen Stabilität der Räder, welche nahezu nicht kaputt zu kriegen sind. Auch ein Vorteil der kleinen Räder sind die Uebersetzungsbedingten leichten Gänge bergauf und die brachiale Bremswirkung infolge des besseren Hebelverhältnisses Raddurchmesser zu Scheibenbremsdurchmesser.


Der Rahmen ist ebenfalls auf Stabilität getrimmt. Unkonifizierte Rohre von Reynolds mit einer durchgehenden Wandstärke von 1mm sorgen zusammen mit den grossen Durchmessern für höchste Steifigkeit des Rahmens. Zusätzlich hat Andy an den stark beanspruchten Stellen Gusset's (Verstärkungsbleche) angelötet. Die schlagfeste Pulverbeschichtung rundet das Gesamtbild bestens ab. Mehr Bilder von seiner Biketour durch die Alpen sieht man in Album.